Clemens A. v. Galen - Pius XII. Vatikan Holocaust NS-Zeit Verschiedenes

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Clemens A. v. Galen

1933-45
Clemens August von Galen (1878-1946)
Bischof von Münster/Westfalen

gehörte zu den profiliertesten Vertretern der deutschen Bischöfe während der NS-Zeit.
Galen ließ keine Zweifel daran, dass er ein entschiedener Gegner des NS-Gedankenguts war. Dem Kirchenkampf des NS-Regimes trat er mit deutlichen Worten entgegen.
Fast alle anderen Mitbrüder im Bischofsamt schlugen einen gemäßigteren Ton in ihren Hirtenworte, Predigten und Verlautbarungen an.

Dennoch war und bleibt Bischof Galen umstritten. Sowenig er dem Nationalsozialismus zugeneigt war, so sehr war er national-konservativ eingestellt. Das führte zu einer zwiespaltigen Haltung. Trotz seiner kritischen Position war er stolz auf die neue Stärke Deutschlands, stolz war auf die Siege und Erfolge auf den Schlachfeldern und stolz auf den blutigen Feldzug gegen den Bolschewismus. Als Staatsbürger sah er sich als gehorsamer Untertan des Führers und der NS-Regierung. Nur im Konfliktfall, bei denen religiöse Gebote oder Rechte der Kirche bedroht waren, rang er um eine klaren Standpunkt im Spannungsfeld der Bibelworte nach Röm 13,1 und Apg 5,29:

Röm: Jedermann unterwerfe sich den vorgesetzten Obrigkeiten, denn es gibt keine Obrigkeit außer von Gott und die bestehenden sind von Gott angeordnet.

Apg: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Als letzte Instanz müsse immer das persönliche Gewissen entscheiden, denn das sei die Stimme Gottes im Menschen.
Zur NS-Euthanasie an Geisteskranken u.a. hielt Galen eine Aufsehen erregende Predigt am 3. August 1941 in Münster.

Zum 75. Jahrestag dieser Predigt vgl. den Beitrag von mir in SPIEGEL ONLINE - einestages 03.08.2016:

Eine erweiterte Version des Artikels wird bald eingestellt.
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