Wo bleibt Gott? - Pius XII. Vatikan Holocaust NS-Zeit Verschiedenes

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Bergpredigt
Wo bleibt das Heil Gottes
Die Reich-Gottes-Boschaft Jesu

Veröffentlichungen im Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg
Frb. i.Br. 02/2016
Bearbeiteter Auszug aus: Chaosmeister Jesus. Die Bergpredigt.
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Wo bleibt das Heil Gottes?
Die Reich-Gottes-Botschaft Jesu

Veröffentlichungen im Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg
Freiburg. i.Br. 03/2016*
 
von Klaus Kühlwein

     Inhalt

·   Vorbemerkung: Brisante Stimmung
·   Gott drängen durch Gesetzesgehorsam – die Pharisäer
·   Gott drängen durch gewaltsame Vorbereitungen – die    
    Zeloten
·   Warten auf die Messiasse – die Essener
·   Gottes Zorngericht – Johannes der Täufer
·   Vom Himmel zur Erde – Jesus und das Reich Gottes

 
Vorbemerkung: Brisante Stimmung

Wenn wir auf Zeitreise gehen ins alte Palästina und auf den Marktplätzen Jerusalems umher laufen, uns an die Torbögen oder den Tempeleingang stellen und den Gesprächen lauschen, ist es nicht anders als heute. Die kleinen und großen Sorgen drücken schwer. Wünsche gibt es viele, Hoffnung noch mehr.
Die Geschäfte laufen mehr schlecht als recht; Arbeit gibt es ab und zu; die Steuern sind unverschämt, die Wegezölle erpresserisch und die Preise steigen. Mutige Zeitgenossen werden die Besatzungsmacht der Römer verwünschen, den Statthalter des Kaisers fluchen und für die Landesfürsten aus dem Herodesclan nur etwas Spucke in den Sand übrig haben.

Wandern wir hinab nach Jericho, der lieblichen Palmenstadt am Jordan, ziehen wir hinauf an den See Genezareth und in die Dörfer Galiläas, werden wir dasselbe hören: Die Zeiten, die Zeiten! Der Messias musste endlich kommen – dann würde alles besser werden! Der Tag der Erlösung Israels sei nicht mehr fern, könne nicht mehr fern sein. Gott werde bald kommen, wie sollte es sonst weitergehen?! Beinah beschwörend forderten die Leute den Himmel heraus. Er möge sich öffnen, seine Herrschaft ausbreiten, die weltliche zerschlagen, die heidnischen Gewaltvölker vernichten und Israel wieder aufrichten. Endzeitstimmung allenthalben.
 
Das Hoffen und Sehnen der Menschen war vielfältig. So bunt wie die religiöse Landschaft in Israel, so bunt präsentierten sich die endzeitlichen Erwartungen.
Ein kleiner Rundgang durch Jerusalem hätte genügt, um den Kopf schwirren zu lassen: Apokalyptische Angst- und Freudenvisionen, wilde Untergangsszenarien, schreckenverbreitende Got­­­tesschlachten, Engel und Dämonen als Kampf­ge­nossen, ein Messias als Anführer, ein Menschensohn, der vom Himmel kommt, ein priesterlicher Gesalbter Gottes als „graue Eminenz“, ein plötzliches Zorngericht im Feuerbrand und wer weiß, was noch alles.

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